Namensforschung

Namensforschung – woher kommt eigentlich mein Name?

Namensforschung kann man in zwei Bereiche einteilen, in die der Vor- und die der Nachnamen. Ausgesucht wird im Allgemeinen aber nur der Erstere.

Mittels Namenforschung will man der Frage auf den Grund gehen, woher ein Name stammt und welche Bedeutung ihm innewohnt. Gerade bei der Erforschung der Familiennamen erhoffen sich viele Leute aufschlussreiche Aussagen über ihre Familie finden zu können. Tatsache ist, einen Familiennamen hat von Geburt an jeder und niemand kann ihn sich aussuchen. Für einige Menschen mag es allerdings ein Trost sein, dass man im Erwachsenenalter durchaus die Möglichkeit hat seinen Familiennamen abzulegen, entweder durch Heirat oder durch einen Antrag beim Amt. Aber wie außergewöhnlich oder auch – für ihre Träger – belastend mancher Familienname sein mag, in einem Punkt sind sich die Namensforscher einig: jeder von ihnen hat eine Bedeutung.

Die Tatsache, dass jeder Familienname eine Bedeutung hat, hängt mit der Art zusammen, wie diese Nachnamen eigentlich entstanden sind. Denn lange Zeit gab es gar keine Nachnamen, weil dafür keine Notwendigkeit bestand. Die Vielfalt der Rufnamen war so groß, dass sie ausreichte, um jeden Einzelnen speziell zu benennen. Nach und nach wurden einige Namen aber immer populärer und andere starben ganz aus, so dass eine Unterscheidung der Menschen nur mittels des Rufnamens unmöglich wurde. Es entwickelte sich die Technik, den Rufnamen mit einer auffälligen Eigenschaft der Person zu verknüpfen. So entwickelte sich aus einer Person namens Hans, die besonders groß war, erst der Rufname „der lange Hans“, bevor im Zeitverlauf dann irgendwann Hans Lang daraus wurde. Ebenso war es verbreitet, den Beruf als Kennzeichnung heranzuziehen, wenn er denn nur von einer oder wenigen Personen in der Umgebung ausgeübt wurde. So wurde aus „Hans der Müller“ irgendwann Hans Müller.

Die Namensforschung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Entstehung der jeweiligen Nachnamen zu entschlüsseln. Denn so offensichtlich, wie es bei den Beispielen ist, ist es bei weitem nicht bei allen Familiennamen. Nachweislich sind Müller und Schmidt die am weitest verbreiteten Nachnamen und ebenso ist mittlerweile erwiesen, dass die 14 Nachnamen, die in Deutschland am häufigsten auftreten Berufsbezeichnungen sind, doch wie erklärt sich beispielsweise eine Nachname wie Langhardt?

Es gibt übrigens eine kleine Gemeinde in Schweden, wo Namensforscher sich furchtbar langweilen würden. Diese Ortschaft ist so klein, dass im Telefonbuch tatsächlich nur die Vornamen der Einwohner aufgeführt sind.

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